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GROSSÜBUNG DER KREISFEUERWEHR

Neben der Bekämpfung eines angenommenen Feuers galt es aber auch, schwere Container und Holzstapel anzuheben und eine größere Personengruppe in einem vom Rauch eingeschlossenen Raum zu finden und ins Freie zu bringen. Beteiligt an der großen Übung waren Einheiten der Kreisfeuerwehr-Bereitschaft, die über das gesamte Kreisgebiet verteilt sind. Dazu zählen unter anderem Einsatzkräfte aus Mildstedt, Bredstedt, Breklum, Viöl, Bohmstedt, Wittbek, Haselund und anderswo. Die umfangreiche Übung hatte Bredstedts Vize-Feuerwehrchef Kurt Viertel gemeinsam mit Gruppenführer Henning Martensen ausgearbeitet; Ausrichter war die Bredstedter Wehr – und eingeweiht war natürlich der Bereitschaftsführer der Kreisfeuerwehr-Bereitschaft Nordfriesland, Christoph Löbig.

Auf dem großen Firmengelände erwarteten die Einsatzkräfte mit ihren 15 Fahrzeugen drei unterschiedliche „Schadenslagen“: Zur Brandbekämpfung in einem Gebäude mussten zunächst lange Schlauchlängen aneinandergekuppelt und verlegt werden; Atemschutzgeräteträger eilten in die verqualmten Räume. Mit vor Ort war auch Bredstedts Wehrführer Kai Lorenzen – diesmal allerdings nur als Zuschauer. Er äußerte sich anerkennend: „Ich möchte mir den Ablauf gerne selbst ansehen – interessant ist ja doch auch, wie andere Feuerwehreinheiten solch eine Großschadenslage angehen und lösen. Und wir dürfen nicht vergessen: Bei großen Einsätzen holen wir andere Einheiten hinzu.“ Das Fazit des Bredstedter Feuerwehrchefs fällt später anerkennend aus: „Ich kann feststellen, dass alles reibungslos verläuft.“

Beeindruckt hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten und Schlagkraft der Feuerwehrkräfte zeigte sich auch Inhaber Hajo Dethleffsen. Im Übrigen versicherte der Firmenchef: „Solch eine Übung ist wichtig und ich werde unseren Betrieb dafür auch in Zukunft zur Verfügung stellen.“ Diese Zusicherung kam bei den Einsatzkräften gut an, denn stets muss für die Jahresübungen auch immer ein geeignetes Großobjekt gefunden werden.

Ausdrücklich betonte Bredstedts Feuerwehrchef Kai Lorenzen: „Unsere Gemeindefeuerwehr ist hierbei ausgeklammert. An dieser Großübung nehmen nur unser Rüstwagen mit drei Einsatzkräften und das bei uns untergebrachte Fahrzeug der Technischen Einsatzleitung (TEL) mit zwei Einsatzkräften teil. Also jene Einsatzkräfte und Fahrzeuge, die Teil der nordfriesischen Feuerwehr-Bereitschaft sind.“ Kein Problem stellte auch das Verlegen langer Schlauchstrecken dar – der Schlauchwagen (SW) 2000 der Feuerwehr-Bereitschaft hat immerhin zwei Kilometer Schläuche an Bord. Und mittels Hebekissen wurden im Rahmen der Übungsszenarien auch schwere Container, Paletten und Holzstapel angehoben.

Vor der am Ende folgenden Manöverkritik gab es zunächst einmal für alle Einsatzkräfte ein Essen, das in der mobilen Einsatzküche der Feuerwehr-Bereitschaft zubereitet worden war. Unter Leitung von Ute Nommsen hatten hier Frauen der angrenzenden Feuerwehren gekocht und durften sich über großes Lob von Gemeindewehrführer Kai Lorenzen freuen: „Ein Super-Essen, das ist schon beeindruckend.“ Innerhalb der Nachbesprechung zeigte sich auch Hauptsachgebietsleiter Boye Hach als Fachaufsicht des Brand- und Katastrophenschutzes des Kreises Nordfriesland sehr beeindruckt: „Es ist das erste Mal, dass ich mir eine solche Bereitschaftsübung angesehen habe. Die Leistungen vor Ort haben mich beeindruckt – und natürlich auch das Essen hier. Künftig werde ich gerne zu den entsprechenden Übungen kommen.“ Die nächste Gelegenheit dazu hat der Hauptsachgebietsleiter dann bei der Großübung am 24. September in Risum. Die Kreisfeuerwehr-Bereitschaft kennt im Übrigen auch Bredstedts Wehrführer bestens: Während seiner Verpflichtungszeit war Lorenzen Mitglied in dieser Bereitschaft; seit 2002 ist er Wehrführer in der Stadt Bredstedt.

Text: SHZ | hem

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Freitag, 24. November 2017